Tradition und neue Perspektiven

Ganz zu Beginn, im Partizipationsprojekt „Arbeitskreis Augarten“, waren es die BewohnerInnen des Stadtteils, die neben planerischen Maßnahmen vor allem kulturelle Aktivitäten im Augarten eingefordert haben – im Sinne einer kulturellen Wiederbelebung des barocken Kulturparks und seiner großen Geschichte.

Die Kulturwoche 1990 und das erste „Fest der Völker“ 1991 waren die Grundsteine dafür, dass sich der Aktionsradius zu einem Kulturprojekt entwickelt hat. Viele Konzerte und Kunstprojekte im Augarten, am Gaußplatz, im eigenen Kulturlokal und an anderen interessanten Locations der Stadt folgten.

Kunst und Kultur sind untrennbar mit Gesellschaft und Mensch-Sein verbunden. Kulturelle Aktivitäten schaffen Identitäten und festigen Traditionen. Kultur fördert Kommunikation und schafft soziale Schnittstellen, also Anknüpfungspunkte und Verbindungen unter Menschen und Zielgruppen.

Kunst kann das Leben und die Gesellschaft hinterfragen, sie bricht auf, gibt Denkanstöße, verschafft neue Perspektiven und öffnet Fenster in andere Welten. Durch Irritationen, Fragenstellungen und geänderte Blickwinkel regen Kunst und Kultur zum Nachdenken an und zur aktiven Auseinandersetzung über das eigene Leben, mit anderen Menschen und Lebenswelten, mit der Gesellschaft, der Politik, der Stadt. Somit sind kulturelle Orte auch Impulsgeber für Aushandlungsprozesse gesellschaftlicher Fragen.

Impressionen

Kalender

Dezember
 
DI 08. November - SA 31. Dezember 2022
19:00 Uhr
Virtuelle Ausstellung

Fotografische Collagen von Wolfgang Bledl

Jänner 2019, Kiew, 4 Tage Timeslip, entrückt durch viele Jahre der Trennung Europas und doch näher als der Bregenzer Wald. Unterwegs in einer noch friedlichen Stadt, mit all seinen Problemen und Spannungsfeldern, gesellschaftlich, kulturell, energetisch. Unter Menschen die zumeist einfach nur leben wollen, mit ihren Familien, ihrem Beruf, ihren Träumen.

Heute, auf eine Lebensspanne betrachtet weniger als drei Weihnachten später, entrückt uns der Humanismus, zerbricht Fragiles, materiell und immateriell. Wie viel Energie und Zuversicht wird notwendig sein, all die Wunden zu heilen und wie vielen von uns wird unsere Lebenszeit dazu nicht mehr ausreichen.

In einer globalisierten Welt, die uns in ihrer Komplexität zu entgleiten scheint, können wir uns all dem nicht mehr entziehen und sind als humanes Kollektiv somit auch dafür verantwortlich.

Virtuelle Ausstellung vom 8. November bis 31. Dezember 2022.
Abrufbar unter www.aktionsradius.at/correlations