Mitbestimmung und Diskurs

Die Angelegenheiten von Gesellschaft, Politik und Stadtentwicklung selbst in die Hand zu nehmen, war einer der Ursprungsgedanken bei der Gründung des Aktionsradius Augarten 1992 (bzw. der Arbeitskreise Augarten und Gaußplatz in den Jahren davor).

Seit diesen Anfängen wurden unterschiedliche Modelle gesellschaftspolitischer Mitbestimmung und Partizipation erfolgreich, zielorientiert oder auch spielerisch praktiziert (Arbeitskreis Augarten, Pilotprojekt/Neugestaltung Gaußplatz, Kulturnetz 21/22, Parla-Parkparlamente, Kunstprojekt AugartenStadt).

Mit der Entwicklung vom Grätzel-Akteur zum Stadt-Akteur und dem Relaunch als Aktionsradius Wien 2007 (als sich die Finanzkrise bereits anbahnte) wurde der Fokus auf aktuelle gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Themen verstärkt, die seither in Form von Diskussionen, Vorträgen, Filmabenden, Kunstprojekten umgesetzt werden. Der Aktionsradius transformierte sich zum Themenveranstalter und Diskussionsforum, in dem die aufregenden gesellschaftspolitischen Entwicklungen unserer Zeit diskutiert, reflektiert und ausgehandelt werden.

In einem Zeitalter der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Krisen (Bankenkrise, Eurokrise, Griechenlandkrise, Flüchtlingskrise, Krise der Demokratie, Arabischer Frühling, Nahostkonflikte, Kriege in Syrien, Ukraine etc.) werden die Themen auch in Zukunft nicht ausgehen.

Impressionen

Kalender

Oktober
 
DI 05. Oktober 2021
18:30 Uhr
virtuelle Veranstaltung (Livestream / Digitalarchiv)

Ein ökologisch-demokratischer Ausweg aus der Krise

Wir laden zu Gespräch und Diskussion mit Autor Peter Mattmann-Allamand anlässlich seiner Buchpräsentation "Deglobalisierung. Ein ökologisch-demokratischer Ausweg aus der Krise." Vor über fünfzig Jahren entwickelte die 68er-Bewegung erste Ansätze einer Kritik der modernen Lebensweise. Sie machte die Ökologie und die Frauenfrage zu wichtigen politischen Themen. In den Jahrzehnten danach konnten die Weltkonzerne ihre Macht auf Kosten der lokalen Wirtschaft, Politik und Demokratie massiv ausbauen. Der Verrat der 68er an den eigenen Idealen hatte in den 1990er-Jahren das abrupte Ende der Bewegung zur Folge. Der Schweizer Autor, Facharzt für Innere Medizin und Homöopathie und in der 68er-Bewegung selbst als politischer Aktivist tätig, schlägt einen Richtungswechsel der Politik um 180 Grad vor: Deglobalisierung, d.h. Lokalisierung und Kleinräumigkeit, Regeneration des Ökosystems, qualitative Entwicklung statt quantitativem Wachstum, tendenzielle Dedigitalisierung, Dekommerzialisierung, Deindustrialisierung und Demotorisierung. Hannes Hofbauer (Promedia Verlag) führt ein Gespräch mit dem Schweizer Buchautor Peter Mattmann-Allamand.

Eintritt: frei

Das Gespräch findet als virtuelle Veranstaltung statt.

Programmschiene:
MI 06. Oktober 2021
18:30 Uhr
virtuelle Veranstaltung (Livestream / Digitalarchiv)

Neue Perspektiven und Potentiale für das Land

Wir laden zu einem Gesprächs- und Filmabend über das Leben am Land.

Das Dorf ist Glück. Das sagen die Bilder, die wir davon im Kopf haben – ein Hauptplatz als lebendiger Mittelpunkt, eine Greißlerin, ein Wirtshaus, und am Rand der Blick auf Wiesen und Bauernhöfe. Doch die Landflucht stellt das Dorf auf die Probe: die Jungen ziehen weg, die Betriebe müssen schließen, die Geschäfte stehen leer. Der Film von Teresa Distelberger zeigt einen dörflichen Querschnitt durch Österreich, der die tristen Tatsachen wie Landflucht und Verödung sozialer Strukturen im Dorf verhandelt. Wie aber kann das lebendig bleiben, was ein Dorf ausmacht?

RETTET DAS DORF zeigt neue Perspektiven und Potentiale und erzählt von Menschen, die mit ihren Ideen zu einer Entwicklung beitragen, die das Dorf weiterleben lässt: „Es braucht nur zwei, drei Menschen, die brennen für eine Sache. Und die muss man auch lassen!“ Die Kulturvermittlerin, Ethnologin und Soziologin Andrea Hiller führt ein Gespräch mit der Regisseurin Teresa Distelberger; anschließend Filmvorführung „Rettet das Dorf“ im Livestream.

Eintritt: frei

Gespräch und Film finden als virtuelle Veranstaltung statt.

Der Film kann über die Plattform KINO VOD CLUB gestreamt werden:
https://www.vodclub.online/film/rettet-das-dorf/

Programmschiene:
DI 19. Oktober 2021
20:00 Uhr
virtuelle Veranstaltung (Livestream / Digitalarchiv)

Vom Fall der Demokratie und dem Aufstieg einer totalitären Ordnung

Gemeinsam mit dem Promedia Verlag laden wir zur Buchpräsentation und zum Gespräch mit Herausgeber Ullrich Mies und mit dem Autor Matthias Burchardt: "Schöne Neue Welt 2030. Vom Fall der Demokratie und dem Aufstieg einer totalitären Ordnung."

Die Corona-Krise brachte es an den Tag: Seit Beginn des Jahres 2020 ist die Fassade der westlichen Demokratien zusammengebrochen. Beim Umgang mit der Pandemie griffen die Machthaber fast allerorts zu autoritären Methoden. Herausgeber Ullrich Mies lässt internationale Expertinnen und Experten zu Wort kommen. Sie befassen sich mit der „Neuen Normalität“, die die Globalisten der Finanzwelt und des World Economic Forum für die Menschheit vorgesehen haben: eine digitalisierte, kontrollierte und transhumanistische, eine entmenschlichte Welt. Dagegen gilt es, die Analyse zu schärfen und die Erkenntnis als Waffe des Widerstands einzusetzen. Der Historiker Hannes Hofbauer (Promedia Verlag) diskutiert mit Herausgeber Ullrich Mies sowie mit dem Autor Matthias Burchardt (Philosoph, Pädagoge, Publizist).

Eintritt: frei

Die Buchpräsentation findet als virtuelle Veranstaltung statt.

Programmschiene:
DO 21. Oktober 2021
18:30 Uhr
virtuelle Veranstaltung (Livestream / Digitalarchiv)

Einladung in die Stille und die Wunder der Natur

Wir zeigen den Film "Die Tage wie das Jahr" und laden davor zu einem Gespräch mit Regisseur Othmar Schmiderer und Gottfried Neuwirth.

Die Turbulenzen des Weltgeschehens führen bei vielen Menschen zu persönlichen Krisen. Ein kleiner Perspektivenwechsel kann dazu beitragen, aus der Negativspirale auszubrechen, und die Wunder des Lebens in Dankbarkeit zu sehen. Der Film "Die Tage wie das Jahr" kann so ein Perspektivenwechsel sein, er ist die Einladung in die Stille und in die Wunder der Natur. Der Film von Othmar Schmiderer zeigt Leben und landwirtschaftliche Arbeit von Gottfried und Elfie Neuwirth auf einem kleinteiligen Gehöft im Waldviertel. Die beiden haben sich konsequent für eine „kleine“ Wirtschaftsweise entschieden, betrachten ihre Tiere als Lebewesen und den Boden als eigenen Kosmos. Der Film heftet sich diesem Leben auf die Spur, baut ohne Kommentar eine Erzählung auf, die die verbreitete ressourcenzerstörende Praxis des Landwirtschaftens und des ungezügelten Verbrauchens ad absurdum führt und spüren lässt: Es geht auch anders!

Die Filmemacherin und Moderatorin Teresa Distelberger führt ein Gespräch mit Regisseur Othmar Schmiderer sowie mit dem Biobauern und Filmprotagonisten Gottfried Neuwirth; danach Filmvorführung „Die Tage wie das Jahr“.

Eintritt: frei

Gespräch und Film finden als virtuelle Veranstaltung statt.

Programmschiene: