Augarten und AugartenStadt

Der Augarten und die AugartenStadt (also der Stadtteil im Dreieck der Kraftorte Augarten-Gaußplatz-Wallensteinplatz waren von Anfang an wesentliche Schauplätze der Aktionsradius-Aktivitäten. Eine Vielzahl stadtteilbelebender Openair-Veranstaltungen und Kunstprojekte wurden über Jahrzehnte realisiert und haben das Image des Stadtteils maßgeblich geprägt und aufgewertet.

Der Augarten

Der Augarten als ältester Barockgarten Wiens war jener Ort, an dem sich 1989 die stadtkulturelle Projektarbeit „entzündet“ hat, die zum „Arbeitskreis Augarten“ und 1992 zur Gründung des Aktionsradius geführt hat.

Der Augarten wurde 1775 als erste kaiserliche Gartenanlage von Kaiser Josef II. für die Bevölkerung geöffnet und ist bis heute ein „Volkspark“ geblieben. Er verbindet barocke Gartenkunst und kulturelle Tradition mit Freizeitaktivitäten und Naherholung. Mozart hat im Augarten seine legendären Morgenkonzerte initiiert und dirigiert, und auch Beethoven, Haydn, Strauß, Lanner u.a. haben hier musiziert. In seinem über 400-jährigen Bestehen erlebte der Augarten feudale Zeiten, wurde aber auch stummer Zeuge von Kriegsgräuel und Zerstörung – die beiden Flaktürme (Geschützturm und Feuerleitturm) als Mahnmale erinnern daran.

Galerie

Die AugartenStadt

Die AugartenStadt bezeichnet ein Stückchen Urbanität im Dreieck der Kraftorte Augarten-Gaußplatz-Wallensteinplatz und ist 2004 im Rahmen eines Kunstprojekts des Aktionsradius als fiktive Gebietskörperschaft und Utopie entstanden. Das Projekt an der Schnittstelle von Kunst und Spiel wurde zur „Stadterhebung von unten“: Der Musiker Otto Lechner firmierte als "Bürgermeister" – eine Vielzahl kreativer und fiktiver Stadtrat-Ressorts wurde erfunden und teilweise mit Projekten gefüllt: Ressort zur Verzögerung der Zeit, Ressort für Räume und Träume, für galaktische Beziehungen und Osterheiterung, für genussvollen Dilettantismus, für kulturelle Unzulänglichkeiten, für Umtriebe und Umtrünke, Ressort zur Schaffung erogener Zonen im urbanen Raums, zur Verwertung von Gedankenüberschüssen u.v.m.


Zu den drei Kraftorten der AugartenStadt finden Sie folgende Hörgeschichten:
 

Kraftort Augarten (Audiogeschichte, gestaltet von Mischa G. Hendel)
Lotte Ingrisch, Karl Weidinger, Carola Timmel, Raja Schwahn-Reichmann, Uschi Schreiber, Dieter Schreiber
(Musik Otto Lechner, Auszüge Hörbuch Leopoldstadt & Hörbuch Brigittenau - Dank an ottolechner.at sowie die Hörbuch-Redakteure Carola Timmel und Karl Weidinger)
Dauer 19´26

 

Kraftort Gaußplatz (Audiogeschichte, gestaltet von Mischa G. Hendel)
Uschi Schreiber, Linde Waber, Dieter Schreiber
(Musik: Otto Lechner - Dank an ottolechner.at)
Dauer 22´52

 

Kraftort Wallensteinplatz (Audiogeschichte, gestaltet von Mischa G. Hendel)
Alois Kinast, Karl Weidinger, Robert Sommer, Otto Lechner, Uschi Schreiber, Dieter Schreiber, Linde Waber, Irmi Egger
(Musik: Otto Lechner & Auszüge Hörbuch Brigittenau - Dank an ottolechner.at sowie an Hörbuch-Redakteur Karl Weidinger)
Dauer 15´52

 

Kalender

September
 
SA 06. September 2025
14:00 Uhr
Gedenkstätte Karajangasse

Besichtigung der Gedenkstätte Karajangasse im Rahmen von Riviera Brigittenau

Besichtigung der Gedenkstätte „Als Schulen zu Gefängnissen wurden“
im Gymnasium am Augarten in der
Karajangasse 14 an diesem Samstag.
Ein Kooperationsprojekt des Aktionsradius mit dem Gymnasium.

Anlässlich 125 Jahre Brigittenau – 80 Jahre Kriegsende öffnet der Aktionsradius gemeinsam mit dem Gymnasium am Augarten am Samstag, 6. September 2025, von 14 bis 17 Uhr im Rahmen von „Riviera Brigittenau 2025“ die Gedenkstätte, die 1999 als Kooperationsprojekt realisiert wurde. Die ehemalige Geschichtsprofessorin und Gedenkstättenleiterin Renate Pražak führt halbstündlich durch die Dauerausstellung im Keller der Schule. 

In Teilen des heutigen Gymnaiums – in den Klassenräumen der damaligen tschechischen Volksschule – in der Karajangasse 14 war in der Nazizeit ein Anhaltelager untergebracht. Hier wurden Bruno Kreisky, Fritz Grünbaum und hunderte Juden sowie politische Gegner des Nationalsozialismus festgehalten, bevor sie meist in das KZ Dachau deportiert wurden. Ein Besuch in der Gedenkstätte gibt Auskunft über diese Zeit - „Als Schulen zu Gefängnissen wurden.“

Mit der Veranstaltungsreihe „Die verlorene Insel“ hat der Aktionsradius seit den 1990er-Jahren das reichhaltige jüdische Leben der Mazzesinsel erlebbar gemacht und die Gedenkstätte Karajangasse 1999 als dauerhafte Erinnerungsstätte im Stadtteil realisiert. Dieses Projekt war eine Kooperation mit dem Gymnasium am Augarten sowie dem Polytechnischen Lehrgang Vorgartenstraße. Der Aktionsradius selbst ist in einem arisierten jüdischen Kaffeehaus am Gaußplatz 11 beheimatet, das bis 1938 der jüdische Cafetier Leon Selzer als Café „Jägerhof“ geführt hat.

Eintritt: frei

Veranstalter: Aktionsradius Wien, office@aktionsradius.at
https://aktionsradius.at/, https://www.facebook.com/aktionsradius/
Ansprechperson: Alois Kinast, Phone: 0699 12 47 13 20

Veranstaltungsort: Gymnasium am Augarten c/o
Gedenkstätte Als Schulen zu Gefängnissen wurden
1200 Wien, Karajangasse 14
https://www.gymnasium-am-augarten.at/gedenkstaette/

Allgemeine Öffnungszeiten:
Jeden Do, 16:00-20:00 Uhr (nur zu Schulzeiten)
Spezielle Öffnungszeiten:
Sa, 06.09.2025, 14.00-17-00 Uhr

Festivalprogramm Riviera Brigittenau
https://www.rivierabrigittenau.at/

SO 21. September 2025
09:30 Uhr
Kirche Gaußplatz

Musik: Tony Perez am Saxofon

Das POMALI-Erntedankfest, gemeinsam mit der Kirche Gaußplatz, hat Tradition! Die Pomali-Feste sind Früchte einer langjährigen guten Partnerschaft über den Platz hinweg, zwischen dem Kulturverein Aktionsradius Wien und der Kirche „Muttergottes im Augarten“ – eine Tradition, die mit der Neugestaltung des Gaußplatzes und der Pfarrübernahme durch Pfarrer Dr. Gerhard Bauer 1996 ihren Anfang nahm und bis heute gepflegt wird. Um 9.30 Uhr beginnt die Sonntagsmesse, im Anschluss daran gibt´s ab 10.30 Uhr einen musikalischen Frühschoppen mit geselligem Beisammensein am Kirchenvorplatz - wie immer gestaltet von Tony Perez am Saxofon.

Tony Perez hat als Saxofonist aber schon viele Länder bereist. Am Fest wird er mit Jazz-Klassikern und groovigen Rhythmen begeistern, ganz im Sinne von Pomali, Pomali. Für Essen und Trinken sorgt in guter Tradition das Team der Kirchengemeinde.

Eintritt: frei

Kirche Gaußplatz „Muttergottes im Augarten“
1020 Wien, Gaußplatz 14
bei Schönwetter am Kirchenvorplatz
bei Schlechtwetter drinnen im Pfarrsaal

KEINE ANMELDUNG ERFORDERLICH!